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Reclam-Verlag
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Die Philipp Reclam jun. Verlag GmbH ist ein mittelstĂ€ndischer deutscher Verlag. Den besonders als Herausgeber der Reclams Universal-Bibliothek bekannten Verlag hatte Anton Philipp Reclam 1828 in Leipzig gegrĂŒndet. Der westdeutsche Zweig des Verlages entstand nach dem Zweiten Weltkrieg im September 1947 in Stuttgart und hat seit 1980 seinen Sitz im nahen Ditzingen. Das Stammhaus wurde unter dem Namen Reclam Leipzig bis zum 31. MĂ€rz 2006 in Leipzig fortgefĂŒhrt. Der Verlag, der sich seit seiner GrĂŒndung in Familienbesitz befindet, beschĂ€ftigt etwa 50 Mitarbeiter (Stand von 2017).cite-ref-4[4]

Der Verlag ist eine Tochtergesellschaft der Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart.cite-ref-5[5]

Contents

‱ Programm
‱ Geschichte
‱ GrĂŒndung
‱ Zwei Verlage
‱ Rezeption
‱ Literatur
‱ Weblinks
‱ Siehe auch

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Programm

Das Programm von Reclam gliedert sich in drei große Hauptbereiche: die Universal-Bibliothek, auf die der Großteil von Auflage und Umsatz des Verlages zurĂŒckgehen, das Hardcover-Programm mit Nachschlagewerken zu Kunst und Kultur, SachbĂŒchern und GeschenkbĂŒchern sowie das Taschenbuchprogramm. ZusĂ€tzlich wurde das Programm 2013 noch um die Reihe Reclam XL erweitert.

Reclams Universal-Bibliothek

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Hauptartikel

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Reclams Universal-Bibliothek

Wichtigster Programmteil fĂŒr den Verlag oder in den Worten des ehemaligen GeschĂ€ftsfĂŒhrers Frank R. Max das „HerzstĂŒck des Verlages, das, was die Marke Reclam im Kern ausmacht“,cite-ref-6[6] ist die Universal-Bibliothek (UB). In den Reclam-Heften erscheinen seit Mitte des 19. Jahrhunderts Klassikerausgaben, die durch ihren geringen Preis, ihre geringe GrĂ¶ĂŸe und ihre einheitliche Gestaltung auffallen. Sie ist die Ă€lteste deutschsprachige Taschenbuchreihe, und ihr liegt das Bestreben zu Grunde, einen einmal gedruckten Titel nach Möglichkeit lieferbar zu halten. Die genaue Zahl der je erschienenen Titel ist unbekannt, sie liegt jedoch im fĂŒnfstelligen Bereich. Die Nachkriegs-Auflage der Universal-Bibliothek lag bis 2003 bei 35 Millionen Exemplaren. Von Beginn an wurden die Gestaltungen der Heftchendeckel mehrfach verĂ€ndert. Das reicht von ursprĂŒnglich durch Schrift und Ornamentik verzierte Titel in Fraktur, ĂŒber eine vereinfachte Variante, auf welcher oben und unten in Versalien UNIVERSAL und BIBLIOTHEK steht, dazwischen ist der Name des Autors und der Titel in kursiver Schrift mit Serifen angeordnet, bis zu (zumindest die DDR-Ausgaben der 1970er und 1980er Jahre) zwar gleicher Gestaltung, aber mit schwarzem Hintergrund. Die Maße der BĂŒchlein haben sich von zuerst 10 × 16,8 cm auf 11 × 18 cm vergrĂ¶ĂŸert.

Seit der ersten Serie des Jahres 2012 wird die Universal-Bibliothek mit neu gestalteten Covern ausgeliefert, die Friedrich Forssman und Cornelia Feyll fĂŒr die Universal-Bibliothek entwickelt haben. Die neue Gestaltung löste das seit 1988 von Hans Peter und Brigitte Willberg konzipierte Erscheinungsbild der UB (Stuttgarter Ausgabe) ab. Die (gelbe) Universal-Bibliothek hat jĂ€hrlich zirka hundert Neuerscheinungen.

Innerhalb der Universal-Bibliothek sind die Hefte durch einen Farbcode abgesetzt:

1. Gelb: Einsprachige Ausgaben in deutscher Sprache, meist mit Anmerkungen und Vorwort oder Nachwort. In dieser Reihe finden sich auch Übersichtswerke beispielsweise zur deutschen Literatur, zur Geschichte oder zur Philosophie.
2. Rot: Fremdsprachige Ausgaben mit Vokabelhilfe. In Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Latein oder Russisch.
3. Orange: Zweisprachige Ausgaben, Deutsch-Fremdsprache.
4. Blau: LektĂŒreschlĂŒssel (fĂŒr SchĂŒler) und Arbeitstexte, beispielsweise Kurzgeschichten fĂŒr einen bestimmten Jahrgang.
5. GrĂŒn: ErlĂ€uterungen, Interpretationen, Quellentexte.
6. Magenta: Sachbuch zu den Themenbereichen Politik, Geschichte, Gesellschaft, Naturwissenschaft, Kunst, Musik und Religion.

Reclam Hardcover

Reclam fĂŒhrt auch gebundene BĂŒcher. Der bekannteste Teil des Reclam Hardcover-Programms sind die seit mehr als 50 Jahren eingefĂŒhrten, stĂ€ndig aktualisierten Musik- und TheaterfĂŒhrer. Seit 2003 sind auch die SachbĂŒcher (im Format der UB) und grĂ¶ĂŸerformatige einbĂ€ndige Nachschlagewerke auf einen Blick zu erkennen. Sie sind in einem neu gestalteten, einheitlichen Erscheinungsbild auf dem Markt. Die Geschenkbuchreihen prĂ€sentieren seit 2003 Gedichte, Aphorismen und Geschichten fĂŒr Menschen, die Lust am Lesen haben – das Hardcover-Pendant zur bunten Reihe der Universal-Bibliothek. Die 2008 ins Leben gerufene Reihe Reclam Bibliothek prĂ€sentiert Klassiker der Weltliteratur in besonderer Ausstattung. Teils wurden die Texte neu ĂŒbersetzt oder herausgegeben, teils um Illustrationen ergĂ€nzt. Die Reihengestaltung von Friedrich Forssman und Cornelia Feyll erhielt beim Wettbewerb der Stiftung Buchkunst Die schönsten BĂŒcher 2008 den 2. Preis.

Reclam Taschenbuch

Seit Oktober 2007 gibt es Reclam auch im Taschenbuchformat: Die Reihe Reclam Taschenbuch bietet in leserfreundlichem Layout Klassiker, SachbĂŒcher und Texte zeitgenössischer Autoren, ab der 2. Serie 2015 in neuer Gestaltung.

Reclam XL – Text und Kontext

Seit 2013 erscheint die neue Reihe Reclam XL – Text und Kontext. Diese neuen Ausgaben fĂŒr den Deutschunterricht bieten Klassikertexte mit Kommentar, im grĂ¶ĂŸeren Format (11,4 × 17 cm), aber im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den BĂ€nden der Universal-Bibliothek. So können alle UB- und XL-Ausgaben sowie die zugehörigen LektĂŒreschlĂŒssel, ErlĂ€uterungsbĂ€nde und Interpretationen miteinander verwendet werden.

Reclam Leipzig

Bis Anfang 2006 wurden als Reclam Leipzig neue Autoren der Belletristik und SachbĂŒcher veröffentlicht. In dieser Reihe erschienen relativ viele Übersetzungen zeitgenössischer Autoren; bekannte Veröffentlichungen der Reihe sind Schlafes Bruder, Claudia Schreibers Emmas GlĂŒck oder die BĂŒcher von Sibylle Berg. Unter den SachbĂŒchern finden sich zeitgenössische (sozial-)philosophische Texte (Dirk Baecker, Umberto Eco etc.), einige Biographien sowie Texte zur PopulĂ€r- und Alltagskultur. Titel mit dem Imprint Reclam Leipzig, unter dem bis 2006 Belletristik und unterhaltsame SachbĂŒcher veröffentlicht wurden, sind aber weiterhin lieferbar.

Geschichte

GrĂŒndung

Die Geschichte des Verlags ist eng mit der Familiengeschichte der Reclams verwoben. Diese lassen sich bis ins 16. Jahrhundert nach Savoyen zurĂŒckverfolgen. Reclams waren im Laufe der Geschichte JuwelenhĂ€ndler, Goldschmiede, Kaufleute, BuchhĂ€ndler, Prediger, Gelehrte oder Soldaten: Die Tradition im Buchhandel begrĂŒndete Carl Heinrich Reclam (eigentlich Charles Henri, 1776–1844). Sein Vater war noch Juwelier Friedrichs des Großen gewesen, Carl Heinrich zog nach Leipzig und eröffnete dort eine Buchhandlung fĂŒr französische Literatur.

Nach einer Lehre zum BuchhĂ€ndler und -drucker in Braunschweig folgte Carl Heinrichs Sohn Anton Philipp (getauft: Antoine Philippe) seinem Vater nach. Er lieh sich vom Vater 3000 Taler und kaufte dafĂŒr eine Leihbibliothek, das Literarische Museum, in der Grimmaischen Straße in der Leipziger Innenstadt. Thomas Mann beschrieb den Ort anlĂ€sslich des VerlagsjubilĂ€ums 100 Jahre spĂ€ter: „Das so genannte Museum war eigentlich kein Museum, sondern ein gefĂ€hrlich lebensvoller Ort: eine StĂ€tte der LektĂŒre, der Diskussion, der Kritik! Wo alles verkehrte, was im guten Leipzig der falschen und frömmlerischen Ordnung aufsĂ€ssig war.“cite-ref-dradio-484687-7-0[7] Am 1. Oktober 1828 grĂŒndete Anton Philipp Reclam den Verlag des literarischen Museums in seiner Heimatstadt Leipzig. 1837 verkaufte Reclam das literarische Museum und nannte den Verlag in Philipp Reclam jun. um. Er erwarb zwei Jahre spĂ€ter eine Druckerei. Sein Sohn beschrieb ihn spĂ€ter als schroffen und unnahbaren Vorgesetzten, der hart arbeitete und von seinen Mitarbeitern denselben Einsatz verlangte.

1839 kaufte Anton Philipp eine Akzidenzdruckerei in der Leipziger Königsstraße. Erste schlechte Erfahrungen und sĂ€umige Schuldner bei Auftragsdrucken ließen ihn bald nur noch eigene Werke drucken. Die ersten grĂ¶ĂŸeren Auflagen des Reclam-Verlags entstanden. Darunter befanden sich Bibel-Ausgaben, das Schmidtsche französische Handwörterbuch wie auch Musikalien, z. B. Das singende Deutschland.

Der Verlag war anfangs mit der politischen Bewegung des VormĂ€rz verbunden. Unter anderem gab er die Zeitschriften Charivari sowie die Leipziger Locomotive heraus, der bereits kurz nach ihrem Erscheinen die Konzession wegen demokratischer AufrĂŒhrigkeit entzogen wurde. 1846 verbot ein Hofdekret gar den Verkauf sĂ€mtlicher Reclam-BĂŒcher in Österreich-Ungarn, da sie als zu antihabsburgerisch angesehen wurden. Ein Leipziger Gericht verurteilte Philipp Reclam 1848 zu einer GefĂ€ngnisstrafe, da im Verlag die Übersetzung von Thomas Paines Das Zeitalter der Vernunft. Eine Untersuchung der wahren und unwahren Theologie erschienen war.

Nach der gescheiterten MĂ€rzrevolution 1848 und den empfindlichen Verkaufseinbußen, die das Metternich-Dekret mit sich brachte, wandelte sich das Unternehmensbild. Der Verlag konzentrierte sich nun weniger auf politisch und literarisch AufsĂ€ssiges als mehr darauf, ein erfolgreiches Unternehmen zu werden. Im Vordergrund standen nun auflagenstarke Werke der klassischen Bildung: Ausgaben der griechischen und lateinischen Klassiker von Koch; MĂŒhlmanns lateinisches, Koehlers englisches Wörterbuch und das von diesem neu bearbeitete Schmidtsche französische Lexikon; ferner die Opernbibliothek (KlavierauszĂŒge mit deutschem Text), HĂ€rtels deutsches Lieder-Lexikon sowie als VorlĂ€ufer der billigen Klassiker-Ausgaben Shakespeares Werke.

Entstehung der Universal-Bibliothek

1858 erschien eine Shakespeare-Ausgabe, aus der 1865 eine Reihe von 25 BĂ€ndchen von Shakespeares Dramen in Einzelausgaben hervorging, die als VorlĂ€ufer der Universal-Bibliothek gilt. Mit einer Entscheidung der Bundesversammlung des Deutschen Bundes von 1856 wurde das Urheberrecht deutscher Autoren auf 30 Jahre nach deren Tod befristet; Stichtag war der 9. November 1837. Dadurch wurden deren Werke im November 1867 gemeinfrei und somit ohne Tantiemen verwertbar. Autoren wie Goethe oder Schiller waren plötzlich fĂŒr die Verleger kostenfrei zu drucken.

Bereits der erste Band der Universal-Bibliothek war wenig spĂ€ter ein Klassiker der deutschen Literatur und der Überlieferung nach auch Anton Philipps Lieblingsbuch: Goethes Faust I. Es folgten Faust II, Lessings Nathan der Weise, Theodor Körners Liedersammlung Leyer und Schwert und Shakespeares Romeo und Julie (sic!).

Der Verlag beschrieb die Universal-Bibliothek in zeitgenössischen Anzeigen als: „Eine Sammlung von Einzelausgaben allgemein beliebter Werke, die in regelmĂ€ĂŸiger Folge erscheinen sollen, wobei aber nicht daran gedacht ist, Werke, denen das PrĂ€dikat ‚klassisch‘ nicht zukommt, die aber nichtsdestoweniger sich einer allgemeinen Beliebtheit erfreuen, aus der Sammlung auszuschließen.“cite-ref-dradio-484687-7-1[7] Der Verlag brachte damit klassische Bildung auch in Bevölkerungsschichten, fĂŒr die diese vorher unerschwinglich war, und trug so maßgeblich zur Ausbreitung des Kulturguts bei.

Moderne Technik und erfolgreiches Marketing trugen bald dazu bei, dass Reclam seine BĂŒcher im Taschenbuchformat sehr gĂŒnstig verkaufen konnte. Die Werke erschienen zu einem Preis von 2 Silbergroschen, spĂ€ter 20 Pfennig je Nummer, den der Verlag bis 1917 halten konnte. Statt 20 kostete eine Nummer danach 25 Pfennig. In der Universal-Bibliothek erschienen pro Jahr rund 140 BĂ€nde, neben deutschen Autoren auch europĂ€ische Literatur, antike und philosophische Werke, Gesetzestexte, musikalische Werke (Libretti), Nachschlagewerke und Unterhaltungsliteratur. Von zahlreichen BĂ€ndchen gab es als Miniaturausgaben gebundene Versionen in unterschiedlichen Ausstattungen.

1896 starb Anton Philipp Reclam in seinem Geburtsort Leipzig. Die Universal-Bibliothek umfasste zu dieser Zeit rund 500 Nummern (etwa 2300 BĂ€ndchen, das sind fast genauso viele verschiedene Titel). Die Verlagsleitung ging an seinen Sohn Hans Heinrich Reclam (1840–1920) ĂŒber, der vorher schon wesentlich am Aufbau der Universal-Bibliothek beteiligt war.

Außerhalb der Universal-Bibliothek publizierte der Verlag mit großem Erfolg auch Bestseller der zeitgenössischen Unterhaltungsliteratur wie z. B. Eufemia von Adlersfeld-Ballestrems Schauerroman Die weißen Rosen von Ravensberg (1896), den Reclam bis in die 1940er Jahre mehr als 80 Mal neu auflegte.

Der Verlag zog 1905 in das neue VerlagsgebĂ€ude im Graphischen Viertel in Leipzig. Die hauseigene Dampfmaschine erzeugte dabei unter anderem die Energie fĂŒr die ĂŒber 40 Schnellpressen der Druckerei. 1908 erschien die 5000. Nummer der Universal-Bibliothek.

1912 setzte der Verlag erstmals Buchautomaten fĂŒr den Verkauf ein. Die Automaten stellten sich als Verkaufserfolg heraus, und bald waren ĂŒber 2000 von ihnen in Bahnhöfen, auf Schiffen, in KrankenhĂ€usern und in Kasernen zu finden. Ein damaliger Verlagsprospekt preist die Automaten an:cite-ref-8[8]

„Die nebenstehende Abbildung veranschaulicht, daß der BĂŒcherautomat eine von dem berĂŒhmten Kunstgewerbler Prof. Peter Behrens entworfene höchst vornehme und ansprechende Ă€ußere Form besitzt und wie ein Schaufenster wirkt, indem er zwölf verschiedene BĂ€nde zur Auswahl anbietet. Jedes einzelne Buch ist mit einem Streifband umgeben, auf dem in einer deutlichen Schrift mit kurzen prĂ€gnanten SĂ€tzen der Inhalt erlĂ€utert, die Neugierde durch ein treffendes Urteil erregt oder eine Charakteristik des Autors gegeben wird – besser, als irgendein VerkĂ€ufer dazu in der Lage wĂ€re, da er ja niemals ĂŒber den einzelnen Band so genau unterrichtet sein kann. Die Auswahl wechselt fortgesetzt, denn bei jedesmaligem Kauf fĂ€llt der vorderste Band von einem der zwölf sichtbaren Stapel, und ein neues Buch lockt zur Auswahl und zum Kaufe. Da jeder Stapel 6–7 BĂ€nde enthĂ€lt, bietet also ein einziger Apparat eine Auswahl von ca. 80 verschiedenen BĂŒchern!“

Obwohl die Automaten die Verkaufszahlen angekurbelt hatten, beschloss der Verlag in den frĂŒhen 1930ern, das einmalige Experiment im deutschen Buchhandel einzustellen, da die Reparaturkosten zu hoch wurden. Die Automaten wurden abgebaut oder kamen in Museen.

Ab 1920 ĂŒbernahmen nach dem Tod von Hans Heinrich die Enkel von Philipp Reclam, Hans Emil Reclam und Ernst Reclam, die Verlagsleitung. Im selben Jahr forcierte der Verlag auch die Herausgabe zeitgenössischer Autoren; darunter befanden sich Klabund, Thomas Mann, Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Gerhart Hauptmann, Franz Werfel, Stefan Zweig, Arnold Zweig und Ricarda Huch, aber auch völkische Autoren wie Will Vesper.cite-ref-0-9-0[9]

Im Jahr 1928 hielt Thomas Mann in Leipzig die Laudatio zum 100-jÀhrigen Bestehen des Verlages.

Zeit des Nationalsozialismus

WĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus durften viele Werke, vor allem jĂŒdischer Autoren, nicht mehr veröffentlicht werden. Auch wichtige Hausautoren wie Thomas Mann wurden aus dem Programm gestrichen. Andere prominente Autoren, die in dieser Zeit nicht mehr bei Reclam erschienen, sind Ferdinand Lassalle, Heinrich Heine, Stefan Zweig, Arthur Schnitzler und Franz Werfel. Der Verlag passte sein Programm nach Ansicht der Nationalsozialisten zufriedenstellend an, so dass der Literaturhistoriker Adolf Bartels im Völkischen Beobachter 1938 verkĂŒndete:cite-ref-dradio-484687-7-2[7]

„Im Allgemeinen kann man doch mit dem großen AufrĂ€umen bei Reclam zufrieden sein. Es kommen jetzt tausende deutscher Leser, vor allem das Volk und die Jugend, nicht mehr so leicht an die durchweg gefĂ€hrlichen jĂŒdischen Dichter und Schriftsteller heran.“

1934 wurde das deutsche Urheberrecht auf 50 Jahre nach dem Tod des Autors verlĂ€ngert. Infolgedessen sank der Anteil gemeinfreier Werke im Verlagsprogramm.cite-ref-0-9-1[9] Zugute kam dem Verlag jedoch der Vertrieb preisgĂŒnstiger und kompakter Ausgaben wie denen der Universalbibliothek:cite-ref-0-9-2[9] Wie bereits im Ersten Weltkrieg gab der Verlag auch zu Beginn des Zweiten eine tragbare Feldbibliothek heraus. Es handelte sich dabei um stoßfeste KĂ€sten, die 100 verschiedene Reclam-Ausgaben enthielten, so dass der Wehrmachtssoldat auch an der Front nicht auf Goethe oder Kant verzichten musste. Aufgrund der großen Verbreitung der BĂ€nde dienten Reclam-UmschlĂ€ge aber auch als Tarnung fĂŒr Widerstandsliteratur, ebenso wie das britische und amerikanische MilitĂ€r ihre Schriften an deutsche Soldaten in Reclam-EinbĂ€nden verpackten.

Bei den Bombenangriffen am 4. Dezember 1943 wurde das gesamte Graphische Viertel Leipzigs schwer getroffen. Im Reclam-Verlag fielen 450 Tonnen BĂŒcher den Bomben zum Opfer.

Zwei Verlage

ZunĂ€chst hatte der VerlagseigentĂŒmer Ernst Reclam nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch am Verlagsstandort Leipzig festgehalten. Er war von 1946 bis zu seinem RĂŒcktritt im Januar 1948 sogar noch Erster Vorsteher des Leipziger Börsenvereins. Die Arbeit in der sowjetischen Besatzungszone war aber nicht nur durch die Auswirkungen des Krieges deutlich erschwert, sondern der Verlag wurde auch teilweise enteignet, ein Großteil der technischen Anlagen wurde fĂŒr Reparationszwecke demontiert und in die Sowjetunion abtransportiert.

So suchte Ernst Reclam in der amerikanischen Besatzungszone in Stuttgart einen neuen Verlagsstandort, grĂŒndete hier die Reclam Verlag GmbH mit acht Buchtiteln, damals noch als Filiale des Leipziger Stammhauses. 1948 verließ er dann – wie viele andere Verlegerkollegen vor ihm – Leipzig und ĂŒbersiedelte mit Familie nach Stuttgart. 1950 machte Ernst Reclam das Stuttgarter Unternehmen zum neuen Stammsitz, wĂ€hrend ihm die neue FĂŒhrung der DDR verbot, Reclam Leipzig von Stuttgart aus zu leiten. Reclam Leipzig kam unter staatliche Verwaltung, der Verlag spaltete sich auf.

Reclam Stuttgart

Reclam Stuttgart produzierte vorwiegend fĂŒr Schulen. 1953 ĂŒbernahm Heinrich Reclam, der Sohn von Ernst Reclam, die Verlagsleitung. 1959 erschien der 1000. Band des neuen Verlages. Ab 1964 begann der Verlag auch verstĂ€rkt fĂŒr UniversitĂ€ten zu arbeiten und neben den reinen Textausgaben auch Ausgaben mit umfangreichen Anmerkungen zu erstellen.

1967, zum 100. Geburtstag der Universal-Bibliothek, waren ĂŒber 1100 Titel erhĂ€ltlich. Ab 1970 erschienen die TaschenbĂŒcher in ihrem bis heute beibehaltenen Aussehen: mit gelbem Umschlag fĂŒr deutsche und in Orange fĂŒr zweisprachige Ausgaben; ab 1983 ergĂ€nzend in Rot fĂŒr fremdsprachige Ausgaben mit Vokabelhilfen. Ferner kennzeichnen grĂŒne UmschlĂ€ge BĂ€nde, welche ErlĂ€uterungen, Interpretationen, Quellenangaben zu Originaltexten und Ă€hnliche Materialien enthalten; sie dienen als Erweiterung zu den Texten, auf die sie sich beziehen. Blaue Reclam-Hefte enthalten LektĂŒreschlĂŒssel (fĂŒr SchĂŒler) und Arbeitstexte.

1980 wurden neue Verlags- und DruckereigebĂ€ude in Ditzingen bezogen. Zu diesem Zeitpunkt erwirtschaftete der Verlag mit der Universal-Bibliothek 72 Prozent des Umsatzes, 18 Prozent mit HandbĂŒchern und FĂŒhrern, zehn Prozent erbrachten Aufsatzsammlungen aus den Bereichen Deutsch, Kunst, Philosophie und Musik im relativ neu eingefĂŒhrten Taschenbuch-Programm.cite-ref-10[10] Ab 1985 ging die GeschĂ€ftsfĂŒhrung des Verlags an die Reclam GeschĂ€ftsfĂŒhrung GmbH ĂŒber, geleitet von Dietrich Bode und Stefan Reclam-Klinkhardt.

1998 ĂŒbernahm der Literaturwissenschaftler Frank R. Max als GeschĂ€ftsfĂŒhrer den Verlag. Er hatte bei Reclam 1982 als Lektor begonnen. Es entstanden als neue Nachschlagewerke die achtbĂ€ndige Ausgabe Deutsche Dichter (1988–1990) und Reclams Romanlexikon in fĂŒnf BĂ€nden (1998–1999) sowie zusammengefasst in einem Band 2000. Er konnte fĂŒr die Universal-Bibliothek die Gegenwartsautoren Robert Gernhardt, F.W. Bernstein, Hans Traxler, Eckhard Henscheid und Brigitte Kronauer gewinnen und verfasste die Chronik des Reclam-Verlags 2012.cite-ref-11[11] Sein Nachfolger war von Februar 2015 bis Februar 2022 der Hamburger Rechtsanwalt und Unternehmensberater Wolfgang Kattanek.cite-ref-12[12]cite-ref-13[13] Seit MĂ€rz 2022 ist Alexander Koeppl GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verlags.cite-ref-14[14]

Reclam Leipzig

Parallel ging der Verlagsbetrieb im Stammhaus Leipzig unter den Bedingungen der DDR weiter. Als das DDR-Kulturministerium sich weigerte, den Leipziger Verlag von Stuttgart aus fĂŒhren zu lassen, stellte es ihn 1952 unter eine Treuhandverwaltung. 1953 folgte kurzzeitig die Umwandlung in einen VEB, die jedoch wieder aufgehoben wurde, da die Voraussetzung hierfĂŒr (Nazi-Verwicklung des VoreigentĂŒmers) nicht gegeben war. Reclam Leipzig gab weiterhin schwerpunktmĂ€ĂŸig die sehr erschwinglichen BĂ€nde der Universal-Bibliothek heraus: neben Werken der Weltliteratur und deutschen Klassikern sind auch DDR-Autoren erschienen. Damit erfĂŒllte Reclam Leipzig fĂŒr die literarische Bildung eine Ă€hnliche Funktion wie der Rowohlt Verlag mit den rororo-BĂŒchern im Westen. Der eingesetzte Verlagsleiter Hans Marquardt bemĂŒhte sich, literarische und philosophische Werke mit umfangreichen Kommentaren versehen zu lassen, ebenso wie er versuchte, die Grenzen des in der DDR noch Erlaubten auszuloten: Neben den obligatorischen Titeln erschienen im Verlag auch Margaret Atwood, die in ihrer Heimat verfemten russischen Avantgardisten Jessenin und Boris Pasternak, Ossip Mandelstam und Anna Achmatowa, ebenso wie Heinrich Böll und GĂŒnter Grass oder die sozialistischen Kritiker der DDR Ernst Bloch und Hans Mayer.

Nach der Wende

Nach der Wende war die Zukunft von Reclam Leipzig ungewiss. Die Mitarbeiter des Verlags wollten Reclam Leipzig zunĂ€chst als eigenstĂ€ndigen Verlag kaufen und eventuell als Stiftung weiterfĂŒhren. Allerdings waren die Namensrechte ungeklĂ€rt, und sĂ€mtliche Lizenzen der Universal-Bibliothek lagen bei westdeutschen Verlagen, so dass diese nicht fortgefĂŒhrt werden konnte. Die Eigentumsrechte am Reclam-Verlag selbst erwiesen sich auch als kompliziert, da Reclam Stuttgart noch Anteile besaß und ĂŒber die damalige Enteignung zu DDR-Zeiten nur unvollstĂ€ndige Unterlagen vorlagen.

1992 entstand schließlich nach der Reprivatisierung des Leipziger Stammhauses die Tochtergesellschaft Reclam Bibliothek Leipzig. WĂ€hrend der sichere Geldbringer, die Universal-Bibliothek, allein in Ditzingen weitergefĂŒhrt wurde, entschloss sich der Verlag auch aus historischen GrĂŒnden, die Leipziger Dependance weiterzufĂŒhren. Reclam Leipzig akquirierte neue Autoren und machte sich mit Übersetzungen von niederlĂ€ndischen, schwedischen und griechischen Autoren einen Namen. Unter den Erstveröffentlichungen der Leipziger fand sich Schlafes Bruder, das vorher von 20 anderen Verlagen abgelehnt worden war und das die Leipziger Redaktion auch dem Stammhaus nur mĂŒhsam abringen konnte. Schlafes Bruder blieb dabei mit einer Auflage von ĂŒber einer Million Exemplaren das erfolgreichste Buch der Leipziger nach der Wende. Im Leipziger Haus erschienen die ersten Veröffentlichungen von Sibylle Berg oder die deutschen Erstausgaben von Viktor Pelewin. Zu den bekannteren Autoren des Verlags zĂ€hlt auch Wiglaf Droste.

Ab 1995 nutzte der Verlag neue Medien wie CD-ROM und von 1998 an auch das Internet. Von 1999 bis 2001 produzierte Reclam außerdem HörbĂŒcher. Am 10. Oktober 2003 feierte der Verlag sein 175-jĂ€hriges Bestehen. Die Schriftstellerin Ulla Hahn hielt die Festredecite-ref-15[15].

Anfang 2005 schloss Reclam die Herstellungsabteilung in Leipzig. Am 6. Dezember 2005 erklĂ€rte Ditzingen die Schließung des ehemaligen Stammhauses in Leipzig zum FrĂŒhjahr 2006 mit zuletzt noch vier Mitarbeitern. Der Verlag wird seither ausschließlich in Ditzingen weitergefĂŒhrt.

2019 erhielt Reclam eine der drei undotierten Auszeichnungen des Deutschen Verlagspreises.

2024 erhielt der Verlag den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Sprachpreis.

Rezeption

Obwohl bei Reclam immer wieder auch zeitgenössische Autoren erschienen, ist der Verlag vor allem dadurch bekannt geworden, Klassiker zu gĂŒnstigen Preisen anzubieten. Im Verlagswesen selbst ĂŒbernahm der wichtige akademische japanische Iwanami-Verlag 1927 das Konzept der Reihe als Iwanami bunko (Iwanami-Bibliothek) und publiziert in dieser Reihe bis heute.

Der spĂ€tere Verleger Ernst Rowohlt erinnert sich an seine Jugend um die Jahrhundertwende: „Ja, Altersgenossen von mir behaupten, daß ich hĂ€ufig auf der Straße, im Gehen ein Reclam-BĂ€ndchen lesend, getroffen wurde und manchmal sogar LaternenpfĂ€hle angerannt hĂ€tte“.cite-ref-16[16] In Robert Musils Die Verwirrungen des Zöglings Törleß spielt ein Reclam-Heft mit einem Werk von Kant eine nicht unwesentliche Rolle. Thomas Mann erklĂ€rte 1908: „Ja, so sehr liebte ich die gelb-roten Heftchen, denen ich meine schönsten Stunden verdankte, daß es mein Traum war, ein Werk meines eigenen Geistes nach ihrer Art gedruckt vor mir zu sehen, und dieser Traum ist mir bis heute nicht fremd geworden. Wenn dreißig Jahre nach meinem Tode das eine oder andere meiner BĂŒcher in der Reclam-Bibliothek erschiene – wĂ€re das nicht eine kleine Unsterblichkeit?“cite-ref-17[17] Sein erstes Buch bei Reclam erschien 1924 und damit noch zu seinen Lebzeiten.

Da das Verlagsprogramm Reclams aber eher der Alltags- denn der Hochkultur zugeordnet wurde, begann eine intensive wissenschaftliche BeschĂ€ftigung mit dem Verlag erst spĂ€t, wird aber öffentlich vom Verlagshaus selbst unterstĂŒtzt. Die erstmals 1999 im Kölner Museum fĂŒr Gedankenloses eröffnete Ausstellung Kaba und Liebe (von Schillers Kabale und Liebe) beschĂ€ftigt sich mit der Verfremdung von Reclam-BĂŒchern durch SchĂŒler. 2006 zeigte das Offenbacher Klingspor-Museum in der Ausstellung Reclam – Die Kunst der Verbreitung die Sammlung des Antiquars Georg Ewald, der die wahrscheinlich vollstĂ€ndigste Sammlung aller je erschienenen Reclam-Hefte besitzt.

Verlagsarchiv

Die Archive des Verlags aus den Standorten Leipzig und Ditzingen mit Dokumenten von 1820 bis ca. 2000 konnten 2020 durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach erworben werden. Schwerpunkt der Überlieferung sind VertrĂ€ge, Autorenkorrespondenzen, Manuskripte sowie 55.000 Verlagspublikationen.cite-ref-18[18]

Reclam-Museum in Leipzig

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Hauptartikel

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Reclam-Museum

Am 24. Oktober 2018 wurde in Leipzig gegenĂŒber dem historischen VerlagsgebĂ€ude in der Kreuzstraße 12 das Reclam-Museum eröffnet.cite-ref-19[19] Das im Souterrain eines GeschĂ€ftshauses befindliche Museum beherbergt auf einer FlĂ€che von etwa 50 Quadratmetern eine Ausstellung und eine PrĂ€senzbibliothek mit dem Schwerpunkt Reclams Universal-Bibliothek.

TrĂ€ger der Einrichtung ist der Verein Literarisches Museum e. V., die RĂ€umlichkeiten werden von der gemeinnĂŒtzigen Schulgesellschaft Rahn Education bereitgestellt. Die etwa 10.000 prĂ€sentierten Objekte – darunter derzeit etwa ein Drittel der Gesamtproduktion von Reclams Universal-Bibliothek, dazu Zimelien wie ein Autograph von Hermann Hesse – stammen aus der Privatsammlung Hans-Jochen Marquardts. Als Dauerleihgabe des Verlagshauses Reclam befindet sich ein funktionstĂŒchtiger Nachbau eines BĂŒcherautomaten in der Ausstellung.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]

Literatur

‱ Dietrich Bode: Reclam. Daten, Bilder und Dokumente zur Verlagsgeschichte 1828–2003. Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-012003-9.
‱ Dietrich Bode: Reclam. 125 Jahre Universal-Bibliothek: 1867–1992 : Verlags- und kulturgeschichtliche AufsĂ€tze. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1992, ISBN 3-15-010378-9.
‱ Dietrich Bode: Reclam. Daten, Bilder und Dokumente zur Verlagsgeschichte 1828–2003. Philipp Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-012003-9.
‱ Karolin Bove: Im Geisteskampf. Der Verlag Philipp Reclam jun. 1933–1945. Heidelberg University Publishing, 2024, ISBN 978-3-96822-249-3, doi:10.17885/heiup.1285.
‱ Heinfried Henniger (Hrsg.): Autoren, Verleger, BĂŒcher. Ein Almanach. FĂŒr Hans Marquardt zum 12. August 1985. Reclam, Leipzig 1985.
‱ Carmen Laux: Philipp Reclam jun. Leipzig: „Eine Prestigefrage des Leipziger Buchhandels“. Die Entwicklung des Verlages in den Jahren 1945 bis 1953. Magisterarbeit UniversitĂ€t Leipzig 2010.
‱ Frank R. Max: Der Reclam Verlag. Eine kurze Chronik. Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-018280-8 (online auf: reclam.de. [PDF; 4,0 MB; abgerufen am 4. Mai 2017]).
‱ Dieter Meier: Reclams Universal-Bibliothek. Stuttgart 1947–1992. Eine Bibliographie. Reclam, Stuttgart 1992, ISBN 3-15-010379-7.
‱ Philipp Reclam jun. 100 Jahre Universal-Bibliothek. Reclam, Stuttgart 1967.
‱ Ingrid Sonntag (Hrsg.): An den Grenzen des Möglichen – Reclam Leipzig 1945–1991. Ch. links Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-86153-931-5.

Weblinks

Commons

: Reclam-Verlag

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ reclam.de
‱ Monika Hillemacher: Reclam-Ausstellung. Das kleine Gelbe. In: Stern. 26. Februar 2006. (zur Ausstellung im Klingspor-Museum)

Siehe auch
Einzelnachweise

cite-note-impressum-11. Impressum – Reclam Verlag. Philipp Reclam jun. Verlag GmbH, abgerufen am 4. Juni 2025.
cite-note-22. Bundesanzeiger. Abgerufen am 22. Oktober 2025.
cite-note-33. Anne Guhlich: Reclam-Verlag streicht ArbeitsplÀtze. Verlage und Medien. In: Stuttgarter Nachrichten. 7. Juli 2012, abgerufen am 27. August 2024.
cite-note-44. ↑ Stefan Mayr: Familien-Verlag – Reclams Retter. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 16. November 2017, abgerufen am 27. August 2024.
cite-note-55. ↑ Reclam Verlag. Abgerufen am 6. September 2021.
cite-note-66. ↑ Standort wird geschlossen – Ende fĂŒr Reclam in Leipzig – Label soll weitergefĂŒhrt werden. In: boersenblatt.net. MVB GmbH, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 17. Dezember 2005, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 27. September 2007; abgerufen am 27. August 2024.
cite-note-dradio-484687-77. ↑ Susanne Mack: Reclam Leipzig ade – Die 177-jĂ€hrige Geschichte eines Verlages. In: Deutschlandradio Kultur. 29. MĂ€rz 2006.
cite-note-88. ↑ Max: Der Reclam Verlag. Eine kurze Chronik. 2003, S. 29.
cite-note-0-99. ↑ Karolin Bove: Im Geisteskampf. Der Verlag Philipp Reclam jun. 1933–1945. Heidelberg University Publishing, 2024, ISBN 978-3-96822-249-3, doi:10.17885/heiup.1285.
cite-note-1010. ↑ Max: Der Reclam Verlag. Eine kurze Chronik. 2003, S. 68 f.
cite-note-1111. ↑ F. R. Max: Der Reclam-Verlag. eine chronik. In: reclam.de. Philipp Reclam jun. Verlag GmbH, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 27. August 2024 (Ursprungslink unauffindbar im Internet Archive, archive.today).@1@2Vorlage:Toter Link/www.reclam.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-1212. ↑ [https://www.boersenblatt.net/archiv/870972.html Über den Reclam-Verlag] im Hamburger Börsenblatt vom 19. Februar 2015.
cite-note-1313. ↑ Reclam: Der kluge Mann baut vor auf brandeins.de.
cite-note-1414. ↑ Alexander Koeppl wird neuer GeschĂ€ftsfĂŒhrer im Börsenblatt.
cite-note-1515. ↑ 175 Jahre Reclam: Eine Festrede. Gehalten von Ulla Hahn.
cite-note-1616. ↑ Max: Der Reclam Verlag. Eine kurze Chronik. 2003, S. 20.
cite-note-1717. ↑ Goethe-Institut: Gelb und gĂŒnstig – der Reclam Verlag wird 175 Jahre alt.
cite-note-1818. ↑ Reclam-Archiv geht nach Marbach. Abgerufen am 17. Januar 2023.
cite-note-1919. ↑ Lars Schumann: Reclam-Museum in Leipzig wurde eröffnet. PrĂ€senzbibliothek und Dauerausstellung in der Kreuzstraße 12. In: LEIPZIGINFO.DE. 25. Oktober 2018, abgerufen am 25. Oktober 2018.
cite-note-2020. ↑ Mathias Orbeck: Alles ĂŒber die Universalbibliothek – in Leipzig öffnet ein Reclam-Museum. In: Leipziger Volkszeitung. 22. Oktober 2018, abgerufen am 27. August 2024.
cite-note-2121. ↑ Eva Gaeding: Reclam-Museum Leipzig auf MDR, 24. Oktober 2018.

48.8224249.066185coordinatesKoordinaten: 48° 49â€Č 20,7″ N, 9° 3â€Č 58,3″ O